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Ansprechpartner

Karin Ambacher
Fon: 0731 14 44 -39
Fax: 0731 14 44 -50
ambacher@drk-ulm.de

Wohnungslosigkeit

Wohnungslosigkeit ist ein drängendes Problem in unserer Gesellschaft. Auch in Ulm. Es gibt immer weniger Wohnraum, der auch mit schmalem Geldbeutel, bei geringem Einkommen oder kleiner Rente bezahlbar ist. Auf der anderen Seite nimmt die Armut zu. So sind es heutzutage weniger "Durchreisende", die im Übernachtungsheim Unterkunft finden, als vielmehr Menschen aus Ulm, die ihre Wohnung verloren haben.

Eine Wohnung bietet nicht nur ein Dach überm Kopf und Schutz vor Kälte und Regen, sondern ist auch die nach eigenen Vorstellungen gestaltete Privatsphäre, in der sich Menschen vom Alltagsstress erholen und regenerieren können. Dieser Mangel macht allen Menschen im Übernachtungsheim zu schaffen - egal, ob sie einer Arbeit nachgehen oder nicht.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit unserem FSJler Joseph Röhrich.

Freundlicher Empfang: An der Pforte des Übernachtungsheims ist oft auch Zeit für ein Gespräch mit den Mitarbeitenden.

Welche Hilfe bietet das Rote Kreuz?

Das DRK betreibt in der Frauenstraße 123 im Auftrag der Stadt Ulm ein Übernachtungsheim für Wohnungslose. Es ist zertifiziert nach DIN ISO 9001f. Das Haus ist rund um die Uhr mit mindestens einem/einer Mitarbeiter/in besetzt. Die Aufnahmezeiten sind im Sommer von 7 bis 23 Uhr und im Winter von 7 bis 22 Uhr. In besonderen Fällen, zum Beispiel bei winterlichen Temperaturen mit Minusgraden, werden auch Ausnahmen gemacht.

Die Wohnungslosen finden hier

  • einen Schlafplatz,
  • persönliche Beratung und Unterstützung sowie
  • Hilfe beim Umgang mit Geld und Behörden.

Ins Übernachtungsheim integriert sind

Frauenwohnung

Blick in die Frauenwohnung, Foto: DRK

Sie bietet wohnungslosen Frauen einen geschützten Raum, in den sie sich zurückziehen können. Gemeinsam mit einer Sozialpädagogin können sie hier auch neue Perspektiven für sich entwickeln.

Genesungszimmer

Das Krankenzimmer bietet Wohnungslosen eine Möglichkeit
der Genesung, Foto: DRK

In den Genesungszimmern können kranke Wohnungslose zum Beispiel eine Erkältung auskurieren oder bei schwereren Erkrankungen vom ambulanten Pflegedienst versorgt werden, bis ein Platz im Pflegeheim oder im stationären Hospiz frei wird. Regelmäßig beraten Medizinstudenten der Uni Ulm die Wohnungslosen in Gesundheitsfragen. www.medinetz-ulm.de

Tagesstätte

Blick in die Tagesstätte des Übernachtungsheimes, Foto: DRK

Die Tagesstätte ist in erster Linie ein Ort der Begegnung und der Kommunikation für Wohnungslose und Menschen, die unter Armut und Einsamkeit leiden. Sie ist an sieben Tagen in der Woche offen für alle, die das Angebot nutzen möchten.

Hier können sich Wohnungslose, die auf der Straße leben, aufwärmen, ausruhen, duschen und umziehen. Die Wäsche kann gewaschen werden, es gibt kostenloses Frühstück sowie den ganzen Tag über Brot und Aufstrich.
Im Aufenthaltsraum spielen die Gäste Karten, sehen fern, unterhalten sich oder lesen die Zeitung.
Einmal im Monat kommt eine Fußpflegerin - dank der Unterstützung durch die Aktion 100.000 der Südwestpresse.
Zwei- bis dreimal im Jahr organisiert eine rührige Mitarbeiterin einen Ausflug, was ebenfalls durch einen Zuschuss der Aktion 100.000 möglich ist.

Die Tagesstätte ist täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Ulmer Tafel

An fünf Tagen in der Woche bereiten Ehrenamtliche
ein Menü im Übernachtungsheim zu. Foto: DRK

Montags bis freitags gibt es pünktlich um 18 Uhr ein schmackhaftes, mehrgängiges Menü in der Tagesstätte. Zubereitet wird es von Ehrenamtlichen, die abwechselnd und meist in Dreier-Teams kochen. Die Zutaten stammen zum größten Teil aus dem Tafelladen des DRK Ulm. Ins Leben gerufen wurde die "Ulmer Tafel" im Mai 1995 - auf Initiative von Edith Bode, der "Mutter der Ulmer Tafel". Seither kommen tagtäglich rund 30 Gäste - Wohnungslose, aber auch arme, kranke und einsame Menschen aus der Umgebung - zum Abendessen. Es kostet 1 Euro. Viele genießen nicht nur das Essen, sondern ebenso die Tatsache, dass sie nicht alleine am Tisch sitzen müssen. Sehen Sie hier das Video über Edith Bode.

Lesen Sie dazu die Eindrücke von der Ulmer Tafel.